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Marina Stade


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ELENA FORNOL

MILITÄRAHNEN IM SEELENHAUS

einfach JA 2016

Seit 1989 gehören schamanische Seelenreisen und damit der Kontakt zur geistigen Welt zu meinem Leben. Von der Logik ausgehend, dass alle materiellen Manifestationen sowie alltäglichen Erscheinungen dieser Welt auch eine Form in der geistigen Welt besitzen, beschäftige ich mich seit 2008 in meiner schamanischen Arbeit damit, die Problembereiche unserer Kultur in unserer Zeit ausfindig zu machen in den Entsprechungen der geistigen Welt.
Um uns auf den Seelenreisen nicht zu verlieren in assoziativen Bildern - ähnlich den Träumen -, brauchen wir die Führung kompetenter geistiger Wesen. Das ist bei schamanischen Seelenreisen möglich. Und wir brauchen auf den Seelenreisen ein Netzwerk von Parametern, das uns die Sprache der geistigen Welt verständlich macht und mit dem wir formend umgehen können. Im Laufe der letzten Jahre wurden mir immer mehr Details dieses Netzwerkes offenbart, es verdichtet sich zu einem System, mit dem sehr gut therapeutisch gearbeitet werden kann. Verflechtungen und Abhängigkeiten innerhalb von Familien und ihren Vorfahren sind ein Hauptthema unserer Zeit - eben weil es momentan so wichtig ist, sie aufzulösen. Bei genauer Betrachtung in der geistigen Welt ergeben sich jahrhundertealte Zusammenhänge von problematischen Knotenpunkten, die sich durch viele Generationen sowie Inkarnationen der einzelnen Familienmitglieder ziehen. Ein Phänomen, das dabei häufig in der geistigen Welt auftaucht, sind Militärahnen. Sie halten sich im Seelenhaus ihrer Nachfahren auf. Das Seelenhaus ist Teil unserer Seelenlandschaft und enthält sämtliche Speicherungen und Informationen unseres Energiekörpers in der architektonischen Form eines Hauses. Zum Energiekörper gehören nicht nur die energetischen Qualitäten einzelner Energiekörperschichten - auch Speicherungen aus der biografischen Vergangenheit, Speicherungen aus dem Familienfeld, aus dem historischen Familienfeld, aus anderen Inkarnationen und aus dem kollektiven Unbewussten sind Anteile, durch die unser Energiekörper bestimmt wird und die im Seelenhaus auch präzise erkennbar sind. Besetzungen durch Ahnen, die nicht ins Licht gegangen sind, sondern sich eingekapselt haben im Energiekörper ihrer Nachfahren, sind erkennbar.
Die Gründe dieser Ahnen, sich in einem anderen Energiekörper aufzuhalten, sind so individuell wie ihre Lebensgeschichten. Bei manchen Ahnen ist es Hilflosigkeit - eine Wunde in ihrem Leben ist so allesbestimmend, dass ihre Seele gar keinen Zugang zum Licht haben kann. Sie sind eingesperrt in einem Hamsterrad aus Schmerz oder Schuldgefühlen. In dieser Hilflosigkeit heften sie sich an den Nachfahren, dem sie sich nahe fühlen - auch wenn sie ihn persönlich (innerhalb einer Lebenszeit) nicht kennen gelernt haben. Starres rationales Verhaftetsein in Zuständen der materiellen Welt, verbunden mit Unwissenheit oder Ungläubigkeit über eine andere geistige Dimension, kann ebenso die Anhaftung an Nachfahren bewirken. Und es gibt Ahnen, die sich bewusst und mit großer Dreistigkeit in einem fremden Energiekörper einnisten und über viele Jahrzehnte von diesem Energiekörper zehren und ihn zu beeinflussen versuchen. Dabei behalten sie permanent die Seelenfokussierung ihres alten Lebens bei und bewirken in ihrem Wirt Energieverlust. Zu diesen Seelen gehören Militärahnen.
Das sind Seelen, die über viele Inkarnationen hinweg schon ausgerichtet sind auf militärisches Denken und Handeln. Seit dem Großen deutschen Bauernkrieg bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges - innerhalb von 420 Jahren - sind, von deutschem Boden ausgehend, 20 Kriege geführt worden. D.h. im Schnitt ist alle 21 Jahre ein Krieg angezettelt worden. Das zeigt die Kriegslüsternheit und die Bedürftigkeit bestimmter Seelen, sich immer und immer wieder über Kriegshandlungen zu definieren und auszuleben. Diese Seelen sind meist sehr einseitig fokussiert. Manche sind ausgerichtet auf strategische Planungen: In ihren Köpfen kreisen ständig Vorstellungen, wie und unter welchen Umständen, aufgrund welcher Gruppenstärke und welcher Landschaftsgegebenheiten neue Territorien und Menschen vereinnahmbar sind. Manche dieser Seelen existieren dauerhaft in dem Wahn, die Größe und Herrlichkeit bestimmter Machthaber (Hitler) preisen sowie ihre Gefolgsbereitschaft und Hörigkeit verkünden und dies andererseits im Befehlston anderen Personen oder Seelen aufzwingen zu müssen. Manche Militärseelen sind ausgerichtet auf die Lüsternheit des Tötens: Dieses Gefühl, durch körperliche Stärke und Überlegenheit über Leben und Tod anderer Menschen verfügen zu können, bestimmt ihren Selbstwert. Und bei manchen Militärseelen wird die Lust am Töten zu einer Lust am Brechen, am Zerbrechen und Gefügigmachen mit sexueller Entladung im Orgasmus. Vergewaltigung ist eine Form der Kriegsführung und gehört(e?) über Jahrhunderte zum Recht der Sieger.
Was all diese Kämpfernaturen gemeinsam haben, ist das großartige Gefühl eines Schöpfertums, nicht im göttlichen, sondern im gegenläufigen Sinne - entgegen den natürlichen Gesetzen des Werdens und der Entwicklung zu Vollendung. Sie sind gottgleiche Herrscher über Leben und Tod, Fetisch und Ausdruck ihrer Stärke sind Landbesitznahme und Verfügungsgewalt über Menschen. Dazu benutzen sie die Schöpferenergie ihres Sakralchakras.
Wenn es in der Verwandtschaft bei den Vorfahren und Ahnen solche Seelen gibt - was überhaupt keine Seltenheit ist, im Dritten Reich war ausnahmslos jede Familie militärisch involviert -, dann sind sie im Seelenhaus ihres Wirtes auffindbar. Sie vereinnahmen einen oder mehrere Räume. Das bedeutet, sie beanspruchen im persönlichen Energiefeld des Trägers Energieeinheiten, die sie ausfüllen mit ihren Gefühlszuständen, ihren Seelenqualitäten und Expansionsansprüchen. Sie zehren ihren Wirt aus. Das Verhältnis gestaltet sich unterschiedlich, der "Hausbesitzer" kann sich identifizieren oder ankämpfen gegen die Fremdenergie. Dazwischen gibt es viele Varianten und Abstufungen. Ein Bewusstsein über diese Besetzung ist in der Regel nicht vorhanden. Es ist anzunehmen, dass die Seelenhäuser von Rechtsgerichteten überschwemmt sind mit Militärahnen, dass es sich aber auch trifft mit deren eigenen früheren Militärinkarnationen.
Wenn jemand festgestellt hat, dass Militärahnen in seinem Seelenhaus sind, bedarf es bestimmter Voraussetzungen und Vorbereitungen, um sie herauszuführen. Es muss die Bereitschaft da sein und auch die innere Kraft, sich ihnen entgegenzustellen und für die eigenen Bedürfnisse einzustehen - d.h. ein bestimmter energetischer Level muss für diese Arbeit vorhanden sein, Wurzelchakra und Herzchakra sollten gestärkt sein, und die Begleitung durch Wesen aus der geistigen Welt ist notwendig. Der Willensimpuls für diese Arbeit kann nur vom Seelenhauseigner ausgehen. Hilfreich ist es, den Ahnen einen Spiegel vorzuhalten, damit sie die Erbärmlichkeit ihrer eigenen Realität, ihrer Seele wahrnehmen und dadurch der Kontakt zu ihren Wahngebilden gestört wird. Weil ihr Energiekörper nur noch von dem Energiekörper einer anderen Person zehrt und sie alle Energie in die Anbetung ihres Wahnes stecken, sind sie in einem verheerenden Seelenzustand. Wenn sie das auch nur zu einem Bruchteil durch den Spiegel realisieren, ist es ein Schock für sie, und das macht sie brüchig in ihrer Gewalt. Man muss ihnen sagen, dass der Krieg vorbei ist, dass Deutschland verloren hat und dass es Dimensionen gibt, in denen sie zu Hause sind, dass sie sich da ausruhen können. Unser spiritueller Führer wird sie aus dem Seelenhaus und in bestimmte Bereiche der Oberwelt führen. Basis für diese Arbeit ist der Kontakt zu geistigen Wesen, das sind Krafttiere, hochentwickelte spirituelle Meister/innen oder Engel. Sie sind bereit, uns helfend zur Seite zu stehen in Situationen im Seelenhaus, die mit unseren momentan begrenzten menschlichen Möglichkeiten nicht oder nur sehr schwer auflösbar sind.
Nicht nur Erwachsene sind von Besetzungen betroffen, auch Kinder und Jugendliche werden belegt und beeinflusst durch Militärahnen. Als Mutter kann ich das Seelenhaus meines Kindes prüfen und daran arbeiten, es von Fremdbesetzungen zu reinigen. Es hilft den Kindern in ihre Eigenständigkeit und Freiheit, in ihr Seelenpotenzial zu kommen, und es ist ein wesentlicher Baustein, die Altlasten unserer Geschichte aufzulösen, sie nicht von Generation zu Generation weiterzugeben.

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MEDMOB DRESDEN

oder
Die Liebe zur Meditation

einfach JA 2014

Menschen, die sich im öffentlichen Raum zusammen finden - an einem vereinbarten Ort, zu einer vereinbarten Zeit, sich nach kurzer Begrüßung in Meditationshaltung auf den Boden setzen und in eine fast einstündige Starre verfallen - das ist das äußere Erscheinungsbild eines Meditations-Flashmobs - in Berlin, Köln, Tübingen oder anderen Städten auf der Erde. Auch in Dresden wird seit ein paar Jahren allmonatlich ein MedMob organisiert. Menschen unterschiedlicher spiritueller Ausrichtungen nehmen daran teil. Das gemeinsame Meditieren in der Öffentlichkeit als eine Form, Harmonie und Frieden wachsen zu lassen in einer Welt, die auf Leistung und Funktionalität ausgerichtet ist.
Was jede Meditation beinhaltet - egal, in welcher Form, und egal, mit welchen Inhalten sie zelebriert wird - ist die Kunst des Loslassens.
Unser Daseinsgefühl im Alltag wird bestimmt von Gedanken und Gefühlen, die sich beziehen auf das, was geschehen ist, was geschehen wird, was geschehen soll. All unsere Sehnsüchte, Enttäuschungen, Vorstellungen, Erinnerungen, Verlangen, Abrechnungen drücken sich in einem unendlichen Wirrwarr, einer endlosen Kette flirrender Gedankenmuster und Gefühlsfetzen aus. Sie verselbständigen sich, rumoren in uns herum, und letztendlich sind wir ihnen eher ausgeliefert, als dass wir über sie verfügen könnten. So produzieren wir mehr oder weniger unwissentlich permanent Energieformationen, die sich als Schatten und Verdichtungen in unserem Energiekörper manifestieren und Basis für Krankheiten sind, die sich als Gewölk um uns legen, sich einhaken in die Energiekörper anderer Menschen oder sich mit deren Energiebewegung verketten. Das sind Prozesse, die nicht nur unser persönliches Leben sondern auch unsere Familienstrukturen, Freundschaften, unser ganzes soziales und gesellschaftliches Miteinander bestimmen.
In diese zwanghaft ablaufenden Prozesse einzuwirken, sie zu lockern und zu lösen, sie bewusst zu machen, ist Sinn einer jeden Meditation. Voraussetzung ist, dieses ewige Rad der Getriebenheit unserer Gedanken- und Gefühlswelt in uns zu verlangsamen oder vielleicht für ein paar Augenblicke zu stoppen. Wir können loslassen mithilfe von Atemwahrnehmung, Licht, Klängen, Mantren, durch Imaginationskraft und Innenweltreisen. Es gibt viele Meditationstechniken. Loslassen ist Basis jeder Heilung auf körperlich-zellulärer Ebene, auf mentaler, emotionaler, energetischer, weil wir erst in dieser Atmosphäre offen sind für Regenerierung, für heilende Kräfte, die als Geschenk der Natur oder als göttliches Geschenk eigentlich immer präsent sind, denen wir uns aber verschließen im Zustand der Getriebenheit. So wie wir spüren, dass körperliche Anspannungen sich lösen und das Hamsterrad der Gedanken langsamer wird, so lösen sich auch mit jeder Meditation ganz allmählich Verknotungen und Verdichtungen in unserem Energiesystem. Ruhe und Frieden haben eine sofortige Wirkung auf unser Energiefeld. Diese Veränderung ist nicht nur im Gemüt zu spüren, sie breitet sich über unser persönliches Energiefeld hinaus aus - wellenartig und konzentrisch. Das ist möglich, weil wir in diesem Zustand unsere fordernden Energiebewegungen gegenüber der Außenwelt zurücknehmen und loslassen.
Der gleiche Wirkungsmechanismus tritt auf, wenn mehrere Menschen gemeinsam meditieren, es vergrößert sich jedoch nicht nur das Wirkungsfeld. Was sich im Einzelnen während einer Meditation als Heilkraft nach innen und Wirkung nach außen aufbaut und entfaltet, potenziert sich, wenn mehrere Menschen gemeinsam meditieren. Es potenziert sich als spürbare Kraft für den Einzelnen, aber auch als energetische Kraft, die im Raum steht. Diese Energieentfaltung ist, wenn sie in der Öffentlichkeit praktiziert wird, d.h. auf der Straße, auf öffentlichen Plätzen, noch einmal auf andere Weise wirksam, weil sie sich inmitten einer Welt von Rastlosigkeit und Betriebsamkeit aufbaut.
Es ist wie das Aufsteigen einer Lichtsäule in Vulkanform, es geschieht in minimalistischer Zeitlupenbewegung, manchmal stockt es, dann breitet es sich weiter aus, bis es eine wunderschöne Energierosette weit über den Köpfen der Meditierenden bildet mitten im Raum einer hastenden und fordernden Welt. Es geschieht, wenn man es nicht erwartet. Es ist ein Energiemuster, das jeder - wenn auch auf unterschiedliche Art - als Schutz und Frieden spüren kann.
So, wie ich als einzelne Person mir selbst Ruhe, Frieden und Heilung geben kann durch Meditation, so kann durch Meditation in der Öffentlichkeit einem großen Raum, d.h. einem wirklich großen Energiefeld Frieden und Heilung gegeben werden.

Der Meditations-Flashmob findet in Dresden einmal monatlich statt, von November bis Februar gönnen wir uns eine Winterpause. Die MedMob Saison 2014 beginnt am 22. März um 14 Uhr im Zwingergelände am Wallpavillon. Eine Dreiviertelstunde ist gemeinsame stille Meditation, danach ca. eine Viertelstunde Klangbad. Wir freuen uns über jedermann und jedefrau, der und die dabei ist.

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IM LEBEN DAS STERBEN ÜBEN

Sterben um des Lebens willen

einfach JA 2015

Sterben wird von uns als Prozess vor dem Tod gesehen. Der körperliche Tod, wie wir ihn schulmedizinisch verstehen, ist ein letzter Entscheidungszeitpunkt der Seele, den Körper zu verlassen. Der Sterbeprozess ist entweder die Vorbereitungszeit, die die Seele dem Körper zum Loslassen gibt, indem sie sich mehr oder weniger langsam dem Körper entwindet, oder es ist die Zeitspanne des körperlichen Verfalls, in der die Seele allmählich oder plötzlich aus dem Körper gedrängt wird. Die Verwachsungen zwischen Körper und Seele sind offensichtlich so, dass es fast immer ein schmerzhafter Prozess ist.
Die Seele entscheidet zu gehen, wenn ihr Seelenauftrag sowie ihre Lernprozesse für eine Inkarnation erfüllt sind, wenn sie satt ist an dieser Welt - im positiven und negativen Sinne. Sie entscheidet zu gehen, wenn unser Körper nicht mehr so funktionstüchtig ist, dass er von ihr gehandhabt werden kann und ihr als Kanal für diese Welt entsprechend ihrem Seelenauftrag dienen kann. Sie entscheidet zu gehen, wenn aufgrund egomaner Entwicklungstendenzen unser Inkarnationsverlauf in einer Sackgasse mündet - auch dann hat sie keinen Spielraum mehr für Entwicklung. So wird unser Sterbeprozess immer Ausdruck unseres Lebens sein, genauso wie unser späteres Seelenleben zum großen Teil Ausdruck der vorherigen Inkarnation ist.
Nach dem Tod eines nahen Angehörigen, meistens eines Elternteils, treten oft starke körperliche Symptome auf, teilweise Krankheitssymptome, die mit unserem Schmerz oder unserer Trauer um den Toten nicht zu erklären sind. Man kann nur hypothetisch versuchen zu verstehen, was da geschieht. Eine Erklärung ist, dass durch das Weggehen einer Person aus dem Familiengefüge sich die Energien in den Verbliebenen, insbesondere den Nächstgeliebten = energetisch Nächstverbundenen neu ordnen, da die Informationsspeicherungen der verstorbenen Person als Realität im Familienfeld bleiben und somit neue Träger finden müssen. Eine andere Erklärung ist, dass die Hinterbliebenen ihren Weg nicht finden und sich weiter aufhalten in der Aura der Person, der sie sich verbunden fühlen, und dass sie darum ihre emotional-energetische Befindlichkeit an die entsprechende Person heften. Nach den Erfahrungen durch Seelenreisen tendiere ich zur letzteren Variante. Vielleicht ist es auch eine Mischung aus beidem.
Unsere gängigen spirituellen Vorstellungen vom Seelenleben nach dem Tod sind: sphärische Leichtigkeit, Aufenthalt in Lichtebenen, Zusammensein mit Seelenverwandten, Engeln, Gott etc. Das ist jedoch längst nicht allgemeingültig. Wenn wir uns die Realitäten der Seelen unserer Vorfahren anschauen beim Familienstellen oder in der Persönlichkeitsaura unseres Seelenhauses oder bei Gegenüberstellungen in der Oberwelt auf Seelenreisen, dann zeigt sich ein anderes Bild.
Unabhängig vom körperlichen Ablöseprozess nimmt die Seele ihre Fokussierungen und ihr aufgebautes Weltbild mit. Bestimmte Erlebnisse aus der Biografie, die zu Kreuzpunkten wurden und aus denen sich Glaubensvorstellungen entwickelten, waren maßgebend für spätere Wahrnehmungen und nahmen darum in der Persönlichkeit viel Raum ein. So ist die Seele zum großen Teil weiter erfüllt mit den Bedürfnissen, Ansprüchen und Leidenschaften, die vorher im Verbund mit dem Körper gelebt wurden. Unbewältigte, traumatische Vergangenheitserlebnisse stellen Fixpunkte dar, die zum Käfig der Seelen werden, d.h. sie werden zu einer kleinen Welt, innerhalb derer sich die Seele bewegt, sie werden zu einer Dauerprojektionsfläche. Und die Seele haftet mit diesem Zustand an den Menschen, die ihr nahe sind oder von denen sie Erlösung erhofft.
Durch unsere Wahrnehmungen, Erkenntnisse und Heilarbeiten bei Seelenreisen und beim Familienstellen lernen wir etwas über die Realitäten der Seelen nach dem Tod, und wir lernen, was gut tut, um im körperlosen Sein auch leicht und frei in der Seele zu sein. Die Frage ist nicht, wie ich der Seele im direkten Löseprozess des Sterbens das Gehen erleichtern kann von dieser in die andere Welt. Die Frage ist, wie kann ich meine Seele frei machen IN dieser Welt, um sie nicht die Last dieser Welt mitnehmen zu lassen. D.h. das Sterben beginnt im Leben. Das Sterben zum Freisein beginnt im Leben.
Alle Lasten, an denen wir nicht im Leben sterben, nehmen wir über den körperlichen Tod hinaus als Last mit auf die Reise in die Geisteswelt. Und es ist das Sterben an den Lasten dieser Welt, das gleichzeitig auch der Heil- und Auflösungsprozess für diese Welt ist, denn alles, was wir an Schwere, Last und Schmerz und Sorge aus unserer Seele lösen, das befreien wir auch von dieser Welt. All unsere Gefühle sind Energien, die - je mehr sie gelebt werden - sich um so mehr verdichten und zu Materialisierungen führen. Es gibt eigentlich nur einen Tod: das ist die Erstarrung in der Materie. Das ist, wenn die Seele stirbt, weil sie ihren Reichtum, ihre Lebendigkeit nicht lebt, wenn ihr der Seelenraum genommen wird, wenn sie sich den Seelenraum nehmen lässt und allmählich versteinert zu grotesken Figuren und damit auch ihr Umfeld versteinert. Der Sinn der Erdentwicklung, der Transformationsprozess dieser Zeiten ist die Rückläufigkeit der Materialisierung dieser Welt. Jedes Stück Materie ist geronnene Energie, in sich tausend- und millionenfach gefestigte Seelenenergie. Alles, was wir in uns an Verfestigungen lösen, trägt dazu bei, die Festigkeit und Schwere dieser Erde zu lösen. Die Möglichkeit, Seelenenergie zu verändern, zu transformieren, Altes sterben zu machen, ist nur auf diesem Planeten Erde mit solch einer Wucht und Totalität möglich, weil unsere Seelenenergie durch die Bindung an die Materie einen stärkeren Widerstand, aber dadurch auch klarere Möglichkeiten zur Veränderung hat. Diese Möglichkeiten hat die Seele im reinen Geistesraum nicht, Seelen können über Äonen im gleichen Geisteszustand festhängen. Alle Löseprozesse sind Sterbeprozesse und sind immer gleichzeitig Übergänge ins Licht.
Assisi bringt es in seinem Friedensgebet im letzten Vers auf den Punkt: "... wer da stirbt, der erwacht zum ewigen Leben." Das eigentliche Leben, was bedeutet, das göttliche Potenzial der eigenen Seelenkraft zu leben - das ist erreichbar, wenn die Kulissen der Ängste, Zwänge, egomanen Abhängigkeit aufgelöst und gestorben sind. Den göttlichen Seelenkern können wir nur leben, wenn wir unser körperliches Leben benutzen zum Sterben. Sterben an den Mustern unseres Egos, an den Zwängen aus dem Familienfeld und den Schmerzen unserer anderen Inkarnationen.

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